Wollen Sie Ihre Marge vergrößern und Ihre Marktposition verstärken? Dann bietet Value Engineering die Lösung für Sie.
Value Engineering richtet sich gezielt auf Produktverbesserungen, wobei der Fokus auf der Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses von Produkten, Maschinen und Apparaten liegt. (Im weiteren Textverlauf wird „Produkt“ als Synonym auch für Maschinen und Apparate eingesetzt.)
Jedes Produkt wird aus bestimmten Gründen angeschafft. Es wird benötigt um bestimmte Funktionen zu erfüllen, es kann so das Leben vereinfachen oder selbst schlicht als Dekoration dienen. Produkte werden entworfen um Bedürfnisse, Nöte und Verlangen der Menschen zu erfüllen. Als Produzent müssen Sie sich darum bewusst sein, welchen Leistungen Sie anbieten. Diese Leistungen sorgen für den erfahrenen Mehrwert bei Ihren Kunden.
Leistungen richten sich nicht allein auf den Output (bzw. Hauptfunktion) von Produkten, sondern auch auf Aspekte, wie Bedienerfreundlichkeit (Ergonomie) und Gestaltung. Der Kunde hat feste Erwartungen an die Leistungen und dazu gehört ein Preis, den der Kunde bereit ist zu zahlen, dies nennen wir den „Wert“. Im Textverlauf werden wir dies den Produktwert nennen. Für den Produzenten ist es darum wichtig den Verkaufspreis ansprechend zu halten. Der Pfeiler „Produzierbarkeit“ umfasst in dem Kontext auch alle Kosten (Zeit, Materialien und Produktionsschritte), um das Produkt zu realisieren.
Die Leistungen und Qualitätserfahrung Ihres Produktes bieten Ihrem Kunden Vorteile, darum ist er bereit einen bestimmten Betrag zu bezahlen. Die Marge, die dadurch zu erzielen ist, hängt jedoch stark vom Kostpreis des Produktes ab. Je niedriger diese Kosten sind, desto höher ist die zu erzielende Marge.
Die untere Figur gibt den Kern des Ziels von Value Engineering wieder, nämlich die Realisierung von deutlich erhöhten Kundenvorteilen (also eines besseren Produktwertes) zu einem konkurrenzfähigen Verkaufspreis, oder zu einem leicht erhöhten Verkaufspreis, wenn der Kunde bereit ist diesen zu bezahlen. Ein weiteres Ziel ist es, den Kostpreis zu verringern, was auch einen positiven Effekt auf die Margen hat.
Value Engineering ist eine standardisierte Methode nach DIN EN 12973 (2002) und besteht aus zwei Elementen: Analysieren und Kreieren.
Im Analyse-Teil wird Einsicht in die erwarteten Funktionen generiert. Das sind die Funktionen, von denen die Leistung verbessert werden muss und/oder die Kosten verringert werden müssen.
Im kreativen Teil werden chancenreiche Ideen entwickelt und auf Machbarkeit getestet.
In der Analysephase geben die Abteilungen Verkauf und Marketing an mit welchen Produktleistungen und zu welchen Kosten ein Kunde zum Kauf verleitet werden kann. R&D muss angeben gegen welche Produktkosten das Produkt die Leistungen erbringen muss. Value Engineering ist dann auch eine Multidisziplinäre Methodik und beinhaltet eine Analysemethode bei der sowohl kommerzielle, als auch technische Abteilungen zusammen arbeiten.
In der Analyse werden Funktionskostengrafiken eingesetzt. Diese bieten eine Übersicht über die heutigen Kosten der vorhandenen Funktionen eines Produktes, in dieser Grafik werden auch die Funktionen mit dem größten Potenzial für Kostenreduktion hervor gehoben.
Da die Worte Funktionsdenken und Funktionsbegriff nicht jedem deutlich sind, erläutern wir sie hier:
In der Analysephase werden erste Funktionen des heutigen Produkts gesammelt. Mit dem Begriff „Funktion“ umschreiben wir „was das Produkt oder die Maschine tun muss“, bspw. im Fall eines Krans ist dies „Lasten heben. Wir beschreiben den Status Quo abstrakt und ohne Lösungen zu nennen, dies gewährt den Entwicklern den Freiraum um auch andere Lösungen zu finden die günstiger oder besser sind, um Lasten zu heben. Wenn alle Funktionen beschrieben sind, werden die Bauteile spezifiziert, die zu den heutigen Funktionen beitragen. Von den Bauteilen kennt man bereits den Kostpreis und kann so die Kosten für jede Funktion feststellen.
In der oben stehenden Figur ist ein Funktionsbaum mit Funktionskosten einer industriellen Reinigungsmaschine wieder gegeben. Die Maschine hat das Reinigen von Komponenten als Hauptfunktion, dies ist die eigentliche Funktion, derentwegen der Kunde die Maschine kauft. Zusätzlich beinhaltet die Maschine auch Funktionen, die zur Bedienung und Sicherheit beitragen, oder für ein ansprechendes Äußeres sorgen und somit für den Nutzer auch von Wert sind.
Wenn die Kosten pro Funktion definiert sind, ist es möglich verdächtige oder kritische Funktionen zu benennen. Diese Funktionen kosten im Verhältnis viel und haben dadurch mehr Potenzial für eine große Kostenreduktion. Die Funktionen werden aber auch auf Qualität und Leistungen beurteilt. Zusätzlich kann auch festgestellt werden, ob noch Funktionen fehlen, die für den Kunden aber wertvoll sind.
In diesem Kontext ist es deshalb auch wichtig die Frage zu stellen: Ist der Kunde bereit diesen Preis für diese Funktion zu bezahlen? Und braucht der Kunde diese Funktion wirklich?
“Funktionen sind mit Kundenfeatures zu vergleichen“. Dadurch beziehen wir neben den Funktionskostengrafiken auch den relativen Wert ein, den ein Kund mit diesen Funktionen verbindet. Diese relativen Werte (defacto die Markteinsicht), werden dann durch die kommerzielle Abteilung des Betriebs bereit gestellt. Die unten stehende Figur zeigt eine Illustration des Vergleichs von Funktionskosten gegenüber relativen Kundenwerten.
Mit Value Engineering verteilen wir die Lösungsstrategien über drei Niveaus, um so zu Kosteneinsparung und Werterhöhung zu kommen.
Im Allgemeinen gilt, dass funktionale Anpassungen zu den größten Kosteneinsparungen führen. Lösungen auf funktionalem Niveau können jedoch einen großen Einfluss auf die Implementierung haben (bspw. längere Entwicklungszeit, ein höheres Entwicklungsbudget für die Realisierung und es ist eventuell Budget nötig für Investments in Produktion und Montage.)
Nach der Auswahl der gewünschten Strategien und Lösungsrichtungen werden Konzepte entwickelt. Diese Konzepte werden im Anschluss auf technische und ökonomische Machbarkeit getestet (Research-Trajekte). Die Umsetzung der gewählten Konzepte werden anschließend planmäßig durchgeführt (Development-Trajekte).
Value Engineering ist sehr geeignet für das Initiieren von Produktinnovationen und kann für die folgenden Situationen eingesetzt werden:
Wir führen Value Engineering auf Basis Ihrer Bedürfnisse und Fragestellung aus. Eine Auswahl der Möglichkeiten:
Ferner haben wir auch die Möglichkeit, um Ihre R&D-Abteilung in Value Engineering zu trainieren. Anhand von Betriebscases und Übungscases lehren wir Sie die Methodik.
Unsere Rolle stimmen wir immer pro Auftrag mit dem Auftraggeber ab. Auf Basis eines frei bleibenden Vorgesprächs erstellen wir für Sie eine passende Offerte.
Wir sprechen gerne mit Ihnen, wir sind telefonisch erreichbar unter 0031 53 430 1701. Ihre Kontaktpersonen sind Jacques Stevens und Arnold Heikoop.
Unser ausführliches Whitepaper zu Value Engineering (NL) können Sie hier downloaden.
valueengineering.nl ist eine Website von IDpartners. Besuchen Sie www.idpartners.nl für einen vollständigen Überblick über unsere Dienste.